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RATGEBER

Die besten Mittel gegen Winterstreß

Warum der Winter gehörig auf die Nerven gehen kann und was es an natürlichen Mitteln zur ihrer Stärkung gibt - von Artischocke bis Zink

PB-HW - Der Winter kann ganz schön auf die Nerven gehen. Bei Kälte geht nämlich die Leistungsfähigkeit der Reizleitungen spürbar zurück. Das Empfindungsvermögen nimmt ab, Informationsübertragungen verlangsamen sich, zum Beispiel auch solche, die vor Gefahren warnen sollen. Dadurch wird unser Immunsystem geschwächt, die Anfälligkeit für Erkrankungen nimmt zu. Bei geschwächten Nerven haben Viren es besonders leicht. Deshalb treten Infektionskrankheiten wie Grippe, Herpes, Schnupfen und Gürtelrose im Winter deutlich häufiger auf als zu anderen Jahreszeiten. Außerdem führen empfindliche Nerven bei erhöhtem Streß zu Migräneanfällen. Frauen sind davon besonders oft betroffen, weil sie von Haus aus ein empfindlicheres Reizverarbeitungssystem haben.

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Nerven, die gut mit Nährstoffen versorgt werden, trotzen dem Winterstreß besser als schlecht ernährte. Die Energie, die von den Erregungsleitungen der feinsten Nerven verbraucht wird, stammt aus der gleichen Substanz, die auch die dicksten Muskelstränge versorgt: aus Glukose, also Zucker. Dieser wird durch die Adenosintriphosphorsäure (ATP) in die Nervenzellen transportiert, genau wie bei den Muskeln auch. ATP liefert die Energie, die nötig ist, um die elektrischen Abläufe bei der Nervenarbeit zu ermöglichen.
Weil sie dafür viel Sauerstoff verbraucht, wird das Nervensystem besonders stark durchblutet. Wenn zu wenig Sauerstoff zur Verfügung steht, bleiben die Nerven unterversorgt. Um jederzeit ausreichend Glukose aufnehmen zu können, sind unsere Nerven auf wichtige Spurenelemente angewiesen, zum Beispiel auf Zink und Chrom. Bei einem Mangel dieser beiden Elemente in der Nahrung kommt es zu schweren Störungen der Nervenfunktionen.
Um die besonders empfindliche Nervenmembran zu schützen, brauchen wir Vitamine des B-Komplexes, vor allem B1, B 6 und B12. Sie sind enthalten in Bierhefe, Weizenkeimen, Schweinefleisch, Hülsenfrüchten, Seefisch, Honig und Nüssen. .
Ob wir nervlich gut drauf sind, hängt auch vom Vorhandensein sogenannter Glückshormone ab. Diese als Noradrenlin und Beta-Endorphin bezeichneten Hormone werden aus Eiweißen gebildet, die vor allem in Fleisch, Fisch, Geflügel und in Käse enthalten sind. Bei starkem Streß, bei Angst, Trauer, Depression und Verzweiflung, die in dunklen Wintermonaten häufiger auftreten, werden sie rasch verbraucht, und die Stimmung sinkt in den Keller.

Nervennahrung aus der Natur

Es gibt eine Fülle natürlicher Mittel, die unsere Nerven jetzt in der kalten Jahreszeit stärken und fit machen für den Winterstreß. Hier eine Zusammenstellung der wichtigsten Rezepturen und Anwendungen:

Artischocke: Das Distelgewächs (Cynara scolymus) aus dem Mittelmeerraum ist reich an den Nervenvitaminen der B-Gruppe, an Eisen und Magnesium. Verzehrt werden Artischockenblätter und Artischockenböden als Gemüse. Artischocken helfen bei Erschöpfungszuständen. Die Inhaltsstoffe gibt es in Apotheken und Reformhäusern auch als Dragees.

Baldrian: Die über hüfthoch wachsende Pflanze (Valeriana officinalis) enthält Bitterstoffe (Valepotriate), die in Zusammenarbeit mit den ebenfalls enthaltenen ätherischen Ölen auf die Gehirnzellen wirken und Streß, Nervosität und Angst abbauen. Baldrian beruhigt, aber macht nicht schläfrig, deshalb kann er auch beim Autofahren und vor Prüfungen eingenommen werden. Praktisch sind Baldriankapseln oder Baldriantinktur aus dem Reformhaus oder der Apotheke. Der besondere Tip: Baldrianpulver auf ein Pausenbrot oder übers Müsli beruhigt und nimmt Prüfungsängste.

Dill (Anethum graveolens): Der Samen dieser Gewürzpflanze enthält das ätherische Dillöl. Es beruhigt überstrapazierte Nerven in Streßsituationen. Von dieser Fähigkeit hat der Dill auch seinen Namen. Er kommt aus dem Altnorwegischen „dilla“, was soviel heißt wie einlullen. Man gab früher nervösen Kindern Dillsamen zum Kauen. Im wilden Westen bekamen die Kids Dill, um sie bei Gottesdiensten ruhigzustellen. Man nannte die Samen bald „meeting seed“, den Samen, der die Veranstaltung ermöglicht.

Eier: Die chinesische Ernährungslehre schreibt dem ganz gewöhnlichen Hühnerei aufbauende Wirkungen bei nervlicher Erschöpfung zu. Im Ei findet sich demnach die Kraft des Frühlings wieder. Bei Schwindelzuständen, nervlicher Überlastung und Herzklopfen soll es hart oder weich gekocht verzehrt werden. Das Eigelb enthält auch den wertvollen Stoff Cholin, der die Nerven beruhigt.

Fenchel: Die Gemüse- und Heilpflanze (Foeniculum vulgare) nützt und hilft unseren geplagten Nerven in jeder Form. Was Dinkel unter den Getreiden, sei Fenchel unter den Gemüsen, berichtet die Heilige Hildegard. Es sei ein aufheiterndes, frohmachendes und dazu noch verdauungsförderndes Mittel. Empfehlenswert sind Fencheltee oder Fenchelgemüse. Die Fenchelknolle ist eine Kaliumbombe und damit ein hervorragendes Gemüse zur Blutdruckabsenkung, was indirekt ebenfalls der Nervenstärkung dient. Fenchel wirkt entschlackend und entgiftend. Fenchelhonig hat eine sehr gute Wirkung bei Erkältungen. Reformhäuser und Apotheken halten außerdem Fencheltabletten bereit.

Gelöschter Wein nach Hildegard: Die kräuter- und naturheilkundige Hildegard von Bingen hat ihn als „das stärkste Mittel gegen Stimmungsschwankungen“ bezeichnet. Zutaten: 0,2 l Weiß- oder Rotwein, je nach persönlichem Geschmack, 20 Milliliter Wasser. Zubereitung: Wein bis zur Blasenbildung aufkochen, 1 Minute köcheln lassen , mit dem kalten Wasser ablöschen und warm schluckweise trinken. An Tagen mit starker Stimmungsschwankung kann bis zu einem Liter davon getrunken werden (evtl. in der Thermoskanne aufbewahren). Da durch das Kochen der Alkohol verfliegt, besteht keine Gefahr der Berauschung.

Honig: Er ist wie jedes glucosehaltige Nahrungsmittel eine ganz hervorragende Nervennahrung. Das Honigbrötchen zum Frühstück, Honig in Heiltees - es gibt viele Möglichkeiten mit Honig den Nerven etwas Gutes zu tun.

Hopfenmilch: Man nimmt zwei Teelöffel getrocknete Hopfenzapfen, eine große Tasse Milch, einen Teelöffel Honig. Zubereitung: Den Hopfen mit der Milch kurz aufkochen, zugedeckt sieben Minuten ziehen lassen, abseihen, den Honig zugeben und kurz vor dem Schlafengehen trinken.

Johanniskraut: Bis zu einem Meter hoch wird die goldgelb blühende Pflanze (Hypericum perforatum) aus der Familie der Hartheugewächse. Ihr Hauptwirkstoff, das rot fluoreszierende Hyperizin (daher auch der Name Rotöl) entspannt und löst depressive Verstimmungen zum Beispiel in den Wechseljahren Er sorgt auch für guten Schlaf und geistige Frische. Durch die Wirkung des Johanniskrauts steht im Gehirn mehr von dem Glückshormon Serotonin zur Verfügung. Auf angespannte Nerven wirken die in der Heilpflanze enthaltenen Flavonoide (Radikalenfänger) beruhigend. Johanniskraut gibt es als Tinktur, man kann es in Tees zubereiten oder als Kapsel einnehmen.

Kräutertee: Melissenblätter, Hopfenzapfen und Baldrianwurzeln in etwa zu gleichen Teilen mischen. Zubereitung: Einen Eßlöffel voll mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen, 10 bis 15 Minuten ziehen lassen, abseihen, mit Honig gesüßt trinken. Empfohlene Menge: Täglich mindestens zwei Tassen in den Abendstunden. Über mehrere Wochen anwenden. Fördert den Schlaf und damit die Erholung der Nerven.

Mangos: Die Früchte des tropischen Mangobaums (Mangifera indica) enthalten viel B-Vitamine, z.B. Niazin, das Vitamin B3, das vor allem als Nervennahrung, für gute Zellatmung und erholsamen Schlaf verantwortlich ist. Empfehlenswert deshalb Mangojoghurt, Mango im Müsli und Mangosaft.

Rosenkohl: Er ist ein wahres Dynamikgemüse und ideales Nervenfutter in den Wintermonaten. Rosenkohl (Brassica oleracea) enthält Vitamin B1, B2 und B3, spendet Vitalität und neue Nervenkraft.

Sellerie (Apium graveolens): In alten Arzneibüchern wird die Pflanze noch als Heilmittel geführt. Und das zurecht. Denn Sellerie enthält zum Beispiel außer dem B12 sämtliche B-Vitamine. Dadurch ist er ideal für streßgeplagte Menschen, für Lernende, Studierende und Geistesarbeiter, bei denen es auf volle Konzentration ankommt. Schon Hippokrates, der große Arzt der Antike, empfahl Sellerie als Anti-Streß-Medizin. Sellerie ist auch für uns Menschen des 21. Jahrhunderts eine ideale Nerven- und Gehirnnahrung.

Spurenelemente: Hier wäre vor allem Zink zu nennen. Dieses Mineral ist an der Steuerung einer ganzen Reihe wichtiger Hirnfunktionen beteiligt. Zinkmangel kann Schäden am zentralen Nervensystem verursachen. Das Spurenelement ist vor allem in Fleisch, Meerestieren (Austern), Keimen enthalten und aus diesen Nahrungsmitteln auch sehr gut verfügbar. Bei rein pflanzlicher Ernährung kann es dagegen zu Engpässen in der Zinkversorgung kommen, weil infolge eines hohen Phytinsäuregehalts in Gemüse und Getreide Zink nur schlecht verwertet wird. Dies kann man zum Teil korrigieren, wenn man Zitronensaft dazu gibt. Besondere Bedeutung für die optimale Funktion unserer Nerven haben außerdem Kalzium (Joghurt), Magnesium (Gemüse), Chrom (Fleisch) und Mangan (Vollkornprodukte).

Weintrauben: Sie sind eine ausgezeichnete Nervennahrung. Trauben enthalten die wichtigen B-Vitamine, Folsäure, Vitamin C , Magnesium, Mangan und Kalium. Weintrauben sind eine leckere Zutat für Frühstücksmüsli und Salate.

Weitere Rezepte, Tips und Übungen für starke Nerven in:
Hans Wagner, „Natürliche Stärkung für die Nerven“, Südwest Verlag, München, 96 S., DM 19,80

12.12.2004

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