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WERMUTSTROPFEN FüR DIE SCHöNSTE JAHRESZEIT

Im Frühling nimmt die Wetterfühligkeit zu

Der Körper reagiert mit Müdigkeit auf häufige Temperaturschwankungen - es kann zu schweren Herzproblemen kommen - Frauen sind häufiger betroffen als Männer - Neue Umfrage der Universität München zusammen mit dem Institut für Demoskopie Allensbach zeigt, wie wetterfühlig die Deutschen sind - natürliche Mittel helfen oft am besten

PB-HW - Mehr als jeder zweite Deutsche ist wetterfühlig. Insgesamt sind es 54,7 Prozent. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, welche die Universität München zusammen mit dem Institut für Demoskopie Allensbach durchgeführt und jetzt im Januar 2002 veröffentlicht hat (Quelle: „Deutsche Medizinische Wochenschrift“). Über 1000 Deutsche wurden befragt, ob sie sich als wetterfühlig betrachten. 19,2 Prozent der über 16 Jahre alten Deutschen gaben an, daß ihre Gesundheit in starkem Maße vom Wetter abhängt. Weitere 35,5 Prozent waren mäßig wetterfühlig. Über die Hälfte aller Deutschen spüren demnach, daß das Wetter ihre Gesundheit beeinträchtigt.

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Im zeitigen Frühjahr, während der sogenannten Übergangszeit, steigt die Wetterfühligkeit deutlich an. Manchmal beginnen die akuten Beschwerden bereits an wetterwendischen Tagen im Januar, Februar oder März. Ganz besonders schlimm wird es bei launischem Aprilwetter mit starken Temperaturschwankungen und Sturmtiefs.
Am häufigsten leiden Wetterfühlige unter Migräne. Fast 70 Prozent der Frauen klagen hierüber bei Wetterumschwüngen, bei den Männern sind es weniger als 50 Prozent. Unbeständiges Wetter ruft außerdem bei fast der Hälfte der Deutschen Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Erschöpfung und Schlaflosigkeit hervor. 40 Prozent klagen über Gelenkschmerzen, rund 30 Prozent über Gereiztheit und Konzentrationsstörungen. Plötzliche Wetterstürze können sogar einen Herzinfarkt auslösen. Darauf weist der Ganzheitsmediziner Dr. Rainer Brenke von der Hufelandklinik in Bad Ems hin. Eine Wetterfront könne dazu führen, daß sich bereits verengte Herzkranzgefäße durch ein Blutgerinnsel völlig verschließen und es damit zum Infarkt kommt. Herz- Kreislaufpatienten gehören deshalb zu den akut Gefährdeten bei Wetterstreß.

Bayern leiden unter dem warmen Föhn, Norddeutsche unter der Kälte

Bei beständigem Hochdruckwetter mit klarem Himmel, Sonnenschein, Temperaturen um zwanzig Grad und nur leichter Luftbewegung gibt es so gut wie keine Wetterbeschwerden. Bei häufigen Wetterumschwüngen hingegen leiden Wetterfühlige ganz besonders. Dabei gibt es starke regionale Unterschiede. Im Osten Deutschlands reagieren die Menschen besonders negativ auf stürmisches Wetter. In Bayern treten Beschwerden vor allem bei einer plötzlichen Erwärmung auf, wie sie für Föhn typisch ist. In Norddeutschland dagegen macht starker Temperaturabfall den Menschen am meisten zu schaffen. Am häufigsten wetterfühlig sind die Norddeutschen (60,6 Prozent), was nach Privatdozent Peter Höppe von der Universität München auf das im Norden häufiger unbeständige Wetter zurückzuführen ist. Am wenigsten lassen sich die Berliner das Wetter anmerken. Nur 46,5 Prozent haben damit Probleme. Jeder dritte Deutsche gab an, dass ihm im vergangenen Jahr wenigstens einmal das Wetter so zusetzte, dass er seiner Arbeit nicht nachgehen konnte.

Wetterfühligkeit war für unsere Vorfahren ein wichtiges Warnsignal

Unsere Vorfahren profitierten nach Ansicht von Experten wie dem früheren Chef des Nürnberger Gesundheitsamtes, Dr. Horst Söllner, noch von der Fähigkeit, Wetteränderungen zu erspüren. Sie konnten durch dieses Frühwarnsystem rechtzeitig Schutz suchen, Vorräte einlagern und Besserung abwarten. Doch was früher nützlich war, ist für den Zivilisationsmenschen von heute zu einer Plage geworden. In Biowetterprognosen der Wetterämter wird vor den in grauer Vorzeit so hilfreichen Anzeichen regelrecht gewarnt. Viele Medien verbreiten sie inzwischen.
Für Wetterfühlige ist die Biowetterprognose ein Segen. Sie können so den lästigen Folgen vorbeugen. Zum Beispiel blutdrucksenkende Mittel etwas höher dosieren, wenn Kälteeinbrüche den Druck in den Gefäßen hochjagen. Oder sich leichter anziehen und mehr an die frische Luft gehen, um Wärme abzuleiten, wenn urplötzlich zu milde Luft einströmt. Grundsätzlich gilt, daß Wetterfühlige ganz besonders auf eine angepaßte Bekleidung achten sollten.

Gegen den Wetterstreß kann man vorbeugen

Wer rechtzeitig vorbeugt, verkraftet seine Wetterfühligkeit leichter. Gegen depressive Verstimmung hilft langfristig angewandt Johanniskraut als Tee, in Tropfenform, als Tinktur oder Dragee. Um schnell aus dem Stimmungstief zu kommen, empfehlen sich die ätherischen Öle von Orange, Mandarine oder Zitrone: In einem Schälchen mit etwas Wasser verdampfen, einen Tropfen ins Taschentuch oder auf das Ruhekissen geben. Das bessert die Laune und stimmt aktiv. Oder eine Mini-Kneipp-Kur: Fünf bis zehn Minuten in die Badewanne oder unter die heiße Dusche. Danach zwei bis drei Minuten den ganzen Körper mit eine Bürste kräftig massieren. Danach noch mal in die Wanne oder unter die Dusche und zum Schluß kalt abwaschen oder duschen.
Um zu hohen Blutdruck abzumildern, hilft ein ruhiger Spaziergang an der frischen Luft. Er sollte mindestens eine halbe Stunde dauern. Regelmäßig durchgeführt ist er auch ein gutes Vorbeugungsmittel gegen Bluthochdruck überhaupt. Starkes Herzklopfen kann mit einem Tee aus Baldrian und Herzgespann gebremst werden. Auch Kälte ist oft hilfreich: Einen halben Liter kaltes Wasser mit einem Viertelliter Arnikaessenz oder 70prozentigem Weingeist mischen, ein Tuch darin ausdrücken und auf die Herzgegend legen.
Bei Kopfschmerzen die Füße oder Arme abwechselnd unter warmes und kaltes Wasser halten, die Schläfen mit einem Tropfen Pfefferminzöl einreiben (Vorsicht, nicht in die Augen bringen). Pfefferminzöl ins Taschentuch träufeln und einatmen. Manchmal hilft auch ein Glas Wasser in das gesüßter Zitronensaft gegeben wird. Um die Durchblutung des Gehirns zu fördern und damit den Kopfschmerz abklingen zu lassen, kann auch ein Kaffee oder ein Espresso Wunder wirken. Besonders bewährt hat sich Omas Hausmittel: 1 Eßlöffel Melissensaft (Reformhaus) mit einem Teelöffel Honig vermischt einnehmen. Oder ein bis zwei Teelöffel Melissengeist mit der doppelten Menge Wasser mischen und süßen.
Gegen die typische Frühjahrsmüdigkeit haben sich heiße Bäder oder Duschen am Morgen bewährt, zusammen mit Rosmarin- oder Thymian-Zusätzen. Das belebt ungemein. Auch die gute alte Pfefferminze kann ein toller Muntermacher sein: einen Eßlöffel getrocknete Blätter mit einer Tasse kochender Milch übergießen, fünf Minuten ziehen lassen und dann trinken.

01.03.2006

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