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Das Pressebüro Hans Wagner
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FREIZEIT- UND HOBBYGARTEN

Gartenarbeit beginnt im Kopf - jetzt ist die ideale Zeit für die Vorbereitung einer Mischkultur

Es wird Zeit für die Bestellung von Samen, die man zum Heranziehen von Pflänzchen auf der Fensterbank oder im Gewächshaus braucht. Samen- und Pflanzkataloge bieten eine riesige Auswahl – viel mehr als der Drehständer im Supermarkt, den mancher in letzter Minute durchstöbert. Und vielleicht wollen Sie mal was anderes versuchen, als immer nur Beete. – Wie wär’s mit einer Reihen-Mischkultur?

PB-HW - Wer sich auskennt, kann jetzt schon aussäen. Das Stichwort lautet: Frostsaat! Wer weiß schon, dass man Spinat bereits ab Dezember aussäen kann? Auch in der Natur liegen viele Samen auf frostharter Erde und keimen dann, wenn es für sie geeignet ist. Diese Pflanzen haben dann im Gartenjahr einen Wachstumsvorsprung von mehreren Wochen und sind robuster als im Frühjahr ausgepflanzte. Zur Frostsaat eignen sich zum Beispiel neben Spinat auch Dill, Kohlrabi, frühe Kopfsalatsorten, Petersilie, Karotten und Zwiebeln.

Das Buch zu Mitochondrien und Gesundheit: Neben Ich: Wieviele sind wir wirklich?

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, Neues für den Garten zu planen. Wie wär’s mit einer Reihenmischkultur? Das Prinzip der Mischkultur ist das Prinzip der Biogärtner. Die Mischkultur stützt sich auf Erfahrungen, die von früheren Gärtnergenerationen gemacht worden sind. Hierbei werden in der richtigen Kombination mehrere unterschiedliche Pflanzensorten ( Blumen, Kräuter und Gemüse ), in Reihen nebeneinander angebaut, ohne arbeitaufwändige Beete anzulegen. Dazwischen werden Trittwege freigelassen, auf denen der Dünger (Mulch, Kompost) zu liegen kommt. So wird der Boden beschattet und trocknet nicht aus. Es muss viel weniger gegossen werden und die Pflanzen gedeihen prächtig. Alljährlich wird eine Reihe weitergerückt – so verhindert der Profi, dass Schädlinge im Boden sich an ihre Wirtspflanze gewöhnen.

Karotte liebt Tomate – Petersilie hasst den Salat

In der Reihen-Mischkultur findet kein Umgraben statt. Das ist von der Natur abgeguckt, sie wird ja auch nicht umgegraben, und gerade auf naturbelassenen Böden gedeihen Pflanzen stets besonders üppig.

In der Natur stehen Pflanzen auch nie allein. Und der Boden ist niemals unbedeckt. Alle Pflanzen kommen stets in vielfältigen Nachbarschaften vor. Aber: in der Natur wächst nur zusammen auf, was auch zusammengehört, was zusammenpasst. „Allelopathie“ heißt das Zauberwort – die wechselseitige Beeinflussung der Pflanzen untereinander. In der ach so friedlichen Natur sind sich nämlich keineswegs alle Pflanzen grün. Dieser Erkenntnis trägt man in der Reihen-Mischkultur Rechnung.

Feindschaft herrscht zum Beispiel zwischen Salat und Petersilie, Gurken und Radieschen, Karotten und Minze, Kohlrabi und Fenchel, Lauch und Bohnen, Tomaten und Erbsen, Zucchini und Gurken, Zwiebeln und Bohnen.

Wer das nicht berücksichtigt, kann sich ansonsten in seinem Garten noch so viel Mühe geben, kann düngen und jäten und gießen, die Feindschaften und das „Gezänk“ der grünen Gartenbewohner untereinander verhindert den wirklichen Erfolg.

Gut zusammen passen hingegen Gurken und Salat, Karotten und Tomaten, Knoblauch und Erdbeeren, Kohlrabi und Lauch, Radieschen und Bohnen, Sellerie und Spinat, Tomaten und Petersilie, Zwiebeln und Dill.

Wie sehr die Gesundheit der Pflanzen und ihr Ertrag von der richtigen Nachbarschaft abhängen und viel weitere Tipps zur Mischkultur in:

„Erfolgreich gärtnern durch Mischkultur“, Bassermann Verlag, München 2007, 96 Seiten, viele Abbildungen, praktische Tabellen und Pflanzensteckbriefe mit Profitipps für Aussaat und Ernte und dazu ein ausführliches Register, ISBN 3-809-41838-2, 5,95 Euro.

23.02.2008

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