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UNKRAUTBEKÄMPFUNG – UNKRAUTSTECHER

Der ideale Unkrautstecher: Erfolgreich gärtnern durch richtiges Werkzeug

Mit welchem Gerät kann man als Gärtner dem überall sprießenden Unkraut am besten Herr werden? Wir haben verschiedene Unkrautstecher ausprobiert. Testsieger sind zwei raffinierte Geräte, das eine aus Finnland, das andere aus Holland.

PB-HW - Von Trudel Hummel

Jeder Garten ist ein Stück geraubte Natur. Wer es nicht glaubt, braucht nur kurzzeitig unachtsam zu sein, die Hände in den Schoß zu legen, und schon bricht sie aus dem Hinterhalt hervor: die ganze Armada dessen, was wir Unkraut nennen. In wenigen Wochen ist ein Gemüsegarten von Unkraut übersät, in ein paar Monaten kaum noch als solcher zu erkennen und übers Jahr nicht mehr auffindbar, wie Karthago nach dem dritten Punischen Krieg.

Ein Glück, dass der Gärtnersmann nicht völlig wehrlos ist. Seine Waffe ist heute im Zeitalter von Bio allerdings nicht mehr die chemische Keule, sondern wie ehedem die blanke Waffe: der Unkrautstecher.

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Unkrautbekämpfung auf Finnisch: Die Unkrautwaffe des Finnen Olavi Linden zieht Löwenzahn aus dem Rasen

Es gibt die unterschiedlichsten Ausführungen. Manche erinnern an Dolche, andere an Spieße. Es werden auch völlig unbrauchbare Exemplare angeboten für unter drei Euro, die den Gärtner immer zum Verlierer machen. Sie sind kurz, stumpf und einfallslos.

Eine besondere Idee hatte dagegen der Finne Olavi Linden. Seine Unkrautwaffe sieht auf den ersten Blick aus wie jene Luftpumpen, die man neben das Fahrrad stellt, mit einer Fußplatte festhält und so den Schlauch aufbläst, ohne sich bücken zu müssen. Allerdings bläst sie nicht – sie zieht. Ihr Geheimnis sind vier Greifelemente, die man in den Boden tritt um mittels Hebelwirkung damit die Wurzel herauszuziehen, ohne sich bücken zu müssen. Auf dieses ungewöhnliche Gerät ist der Erfinder durch die martialisch anmutenden Nagelzieher gekommen, die man in Süddeutschland als „Kuhfuß“ bezeichnet, anderswo als „Brecheisen“, und die auch über die Hebelwirkung funktionieren.

Unkrautbekämpfung mit dem Unkrautstecher, der ein Unkrautzieher ist

Besonders geeignet ist der von der finnischen Firma Fiskars (http://www.fiskars.com/DE/) vertriebene Unkrautstecher, der eigentlich ein Unkrautzieher ist, bei kräftigen Pflanzen mit dicken Wurzeln, die im Rasen auftreten. Zum Beispiel Löwenzahn oder Ampfer. Für kleinere Unkräuter einer Beetkultur, die in unmittelbarer Nachbarschaft zu Kulturpflanzen stehen, ist das Fiskars-Gerät nicht oder nur bedingt geeignet. In der Reihen-Mischkultur lässt es sich gut einsetzen, weil es auf der Düngereihe genügend Platz für den Zughebel gibt, mit dem man die Wurzel auszieht. (http://www.pb-hw.de/artikel/?id=41).

Unkrautstecher - Massenware: Die bekannten Gartengeräte-Firmen bieten vor allem 08/15-Ware

Laut Olavi Linden schaffen sich in Skandinavien und anderswo Familien nicht selten gleich mehrere dieser Geräte an. Linden: „Das ist ein wenig wie beim Fischen, jeder will die größte Wurzel ziehen, so, wie eben beim Angelsport auch.“

Seit drei Jahren ist das 30 Euro teure Gerät auf dem Markt. Fünf Jahre Garantie räumt der Hersteller für seinen Wurzelzieher ein. Sie wird selten in Anspruch genommen, so Linden. Aber jede Reklamation sieht er als Herausforderung an, die Apparatur weiter zu perfektionieren.

Die bekannten Gartengerätehersteller Europas bieten fast nur billige 08/15-Geräte an, die im Prinzip verschmälerte Pflanzkellen darstellen (Gardena). Bei hoher Beanspruchung in festem Boden besteht die Gefahr, dass sie sich beim Versuch die Wurzel anzuheben einfach umbiegen. Außerdem ist das Einstechen durch die Klobigkeit schwierig, sobald der Boden nicht mehr krümelig ist.

Unkrautbekämpfung mit handgeschmiedetem Edelstahl aus der holländischen Schmiede Sneebooer

Ausgefeilte Geräte kommen häufig aus kleineren Betrieben, wo sie handwerklich gefertigt werden. Zum Beispiel aus Holland, aus einer der ältesten Geräteschmieden des Landes, die seit knapp hundert Jahren im Besitz der Familie Sneeboer aus Bovenkarspel ist. Generationen von Gärtnern in aller Welt haben aus diesem Kleinbetrieb mit 14 Angestellten schon Gartengeräte bezogen. (www.sneeboer.com). Sneeboer ist ein exklusiver Lieferant. Die gut zwei Dutzend Händler, die zum Beispiel in Deutschland seine Geräte vertreiben dürfen, kennt er allesamt persönlich. Darunter sind „manufactum – Es gibt sie noch, die guten Dinge“ (http://www.manufactum.de/). Die Firma vertreibt einiges aus dem Sortiment von Sneeboer, allerdings nicht den Unkrautstecher. Den bekommt man über das sympathische „Nordlädchen“ des Berliners Uwe Bauch (www.nordlädchen.de). Bei ihm kann man neben dem handgeschmiedeten Sneeboer-Unkrautstecher auch Dichterbüsten, wasserspeiende Löwenköpfe, Feuerschalen oder ausgefallene Vogel-Nistkästen (z.B. in Fachwerk) beziehen.

Unkrautbekämpfung mit dem richtigen Handwerkszeug: Der ideale Unkrautstecher

Der Sneeboer-Unkrautstecher, den das Nordlädchen vertreibt, ist aus einer gehämmerten Spezialstahl-Legierung gefertigt, besitzt einen gut in der Hand liegenden Kirschholzgriff und ist 39 Zentimeter lang. Sein Preis: 24,50 Euro. Der schlanke Rundschaft dieses Werkzeugs endet in einer tief v-förmig geteilten und scharf geschliffenen Klinge. (So wie er aussieht, wäre er auch bei Nachbarschaftszwistigkeiten zur Abschreckung bestens geeignet).

Ein solcher Unkrautstecher (niederländisch Onkruidsteker) eignet sich zum tiefen Einstich und durch seinen massiven Stahlschaft auch zum Anheben der Wurzel mittels Hebelwirkung. Er ist so filigran, dass er es dem Gärtner außerdem erlaubt, wie bei einem chirurgischen Eingriff Pflanze und Unkraut zu trennen.

Jetzt, nach dem großen Regen im Juli schießen sie aus allen Bodenschichten hervor: Unkräuter ohne Zahl keimen und sprießen, bilden Ausläufer und tauchen über Nacht in den Kulturreihen auf. Da ist es gut, wenn das geeignete Werkzeug parat liegt. Den Kampf kann der Gärtner nie gewinnen, aber mit gutem Gerät ist er in der Lage, unerwünschte Rückeroberungsversuche der Natur in Schach zu halten.

• Buchhinweis zur erwähnten Mischkultur: „Erfolgreich gärtnern durch Mischkultur“ von Hans Wagner, Bassermann Verlag München 2007, ISBN 978-3-80841838-2, 5,95 Euro als Sonderausgabe.


05.07.2007

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