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DUFT-THERAPIE

Lernen im Schlaf: Düfte helfen Abitur-Prüflingen

Im Schlaf Mathematik lernen - das würden in diesen Tagen Tausende von Gymnasiasten für ihr Leben gern können. Schließlich stehen jetzt die Abiturprüfungen an. Und tatsächlich geht es. Wie, das haben Forscher an der Uni Lübeck herausgefunden. Das Geheimnis liegt in ätherischen Duftölen wie z. B. von Rosen, Lavendel, Ylang-Ylang usw., die im Reformhaus erhältlich sind. Sie müssen zweimal einwirken: im Alltag, und im Tiefschlaf. Prof. Dr. Jan Born erläutert so den praktischen Nutzen seiner Studienergebnisse zu „Lernen im Schlaf“. Sie wurden kürzlich in einem Wissenschaftsjournal veröffentlicht. Hier erfahren Sie alles über den Alltagsgebrauch.

PB-HW - Man träufle reines Rosenöl oder die preiswerte Mischung „Rosengarten“ oder das Öl des Parfümbaums Ylang-Ylang auf das Mathebuch und lege es unters Kopfkissen. (Andere Öle könnten Flecken hinterlassen). So wird das Gehirn während des Tiefschlafs aufs Angenehmste an die am Tage gefundenen Lösungen mathematischer Beweise und Gleichungen erinnert. Am andern Morgen „sitzt“ der Stoff.

Lernen im Schlaf ist eine phantastische Sache. Prof. Jan Born vom Institut für Neuroendokrinologie der Universität Lübeck und seine Kollegen haben es erforscht. In einer viel beachteten Studie konnten sie nachweisen, dass Düfte das Lernen stark verbessern können: Nimmt man einen bestimmten Duft während eines Lernprozesses wahr und bekommt ihn später im Tiefschlaf noch einmal verabreicht, kann die Gedächtnisleistung für das Gelernte um über zehn Prozent gesteigert werden.

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Lernen im Schlaf: Je schwieriger die Mathematikaufgaben sind, um so besser hilft die Duft-Therapie

Prof. Born: „Wenn es um einfaches Addieren und Subtrahieren geht, wird es wohl nichts bringen, aber ab der Oberstufe, wenn z.B. mathematische Beweisführung hinzukommt, wenn es um die Lösung quadratischer Gleichungen geht oder um Funktionsgraphen, dann könnte das funktionieren und zur Steigerung des Lernerfolgs führen. Natürlich muss das dann gezielt gemacht werden: Also während des Lernens Rosenduft oder den eines anderen Duftöls einatmen und diesen Duft dann im Schlaf wieder verabreichen.“

Die Duft-Therapie erhöhe unzweifelhaft das Erinnerungsvermögen und fördere damit das Lernen im Schlaf. „Diese unbewusste Reaktivierung der Gedächtnisinhalte während des Tiefschlafs ist wirklich sehr beeindruckend gelungen. Das neuronale Geschehen zeigt, dass Gelerntes im Tiefschlaf reanimiert, sozusagen noch einmal abgespielt wird.“

Lernen im Schlaf mit Duft-Therapie: Gibt es in Kürze Lernapparate mit Duftmarken?

Auf die Forschungsergebnisse aus Lübeck können nun zum Beispiel während der Abituraufgaben Millionen Schüler mit Mathematik-Schwäche zurückgreifen. Es wäre laut Prof. Born sogar denkbar, „Geräte zu entwickeln, die in der Tiefschlaf-Phase den Duft x oder y abgeben, der während eines bestimmten Vorgangs in der Wachphase einen Lernvorgang begleitet hatte, das wäre sicher ein Leichtes.“

Und statt des sündteueren Rosenöls oder der preiswerteren Rosengartenmischung könnte man die Duft-Therapie auch mit anderen Gerüchen durchführen, zum Beispiel mit Lavendelöl oder dem bei Jugendlichen sehr beliebten Ylang-Ylang. Die Düfte tragen außerdem noch zur Entspannung bei aufgeregten Prüflingen bei. Die Reformhäuser halten eine ganze Palette von ätherischen Ölen vorrätig. Eine Umfrage in einigen Geschäften hat ergeben, dass sich der Absatz beispielsweise für bevorzugte Aromara-Düfte (neuform) bereits deutlich erhöht hat.

Duft-Therapie: Auch Liebespaare können von den Lübecker Forschungen profitieren

Jeder, der lernen muss, wird von der Dufttherapie profitieren. Aber auch Liebespaare können sich unvergesslich machen, wenn sie beispielsweise ihre Briefe mit Rosen- oder Lavendelöl beträufeln. Der Duft, den sie damit ihrem Partner senden, wird ihn jede Nacht von neuem an all das erinnern, was ihre erfüllte Liebe ausmacht.

Dazu der Lübecker Neuro-Wissenschaftler: „Parfümierte Briefe haben sicher eine Wirkung, wenn das Parfüm eingesetzt wird, das zum Beispiel auch beim Liebesspiel Verwendung gefunden hat. Natürlich erinnert das dann an schöne Stunden.“

Da SMS, Telefon und E-Mail keine Düfte überträgt, rät Duftprofessor Born: „Wenn Liebespartner sich besonders innig in Erinnerung bringen möchten, sind parfümierte Liebesbriefe sicher weit besser als eine SMS. Denn zum Wort kommt hier noch der angenehme Duft und der intensiviert die Wirkung zusätzlich.“

08.05.2007

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