Ringstraße 10
85250 Altomünster
Tel.: 08254 - 85 70 / Fax: 08254 - 16 46
E-Brief: post@pb-hw.de

Suche
Suchen

RSS-Feed

RSS Icon FirefoxRSS Icon

Über uns

Das Pressebüro Hans Wagner
veröffentlicht regelmäßig Nachrichten aus den Bereichen Kultur, Wirtschaft, Politik, Gesundheit und Reise.

Honorarfreie Beiträge sind als solche gekennzeichnet und können bei korrekter Quellenangabe einfach übernommen werden. Bei kostenpflichtigen Artikeln ist Rücksprache erforderlich.

Kontakt

Ringstraße 10
85250 Altomünster

Tel.: 08254 - 85 70
Fax: 08254 - 16 46

post@pb-hw.de

MISCHKULTUR – REIHEN-MISCHKULTUR

Erfolgreich gärtnern durch Mischkultur

Am 15. Mai gehen mit der „kalten Sophie“ die Eisheiligen zu Ende. Das ist der Startschuss für die Bestellung der Gemüsegärten mit den empfindlicheren Pflanzen. Jetzt kommen auch Bohnen und Tomaten, Zucchini, Sellerie und Kohlrabi auf die Beete. Und am besten geschieht dies in einer Mischkultur bzw. der Reihen-Mischkultur.

PB-HW - Von Trudl Hummel

Wenn Sie sich auch schon oft geärgert oder gewundert haben, dass trotz aller Liebe und viel Torf Ihre Pflanzen nicht gedeihen wollen und nur spärliche Ernten abwerfen, sollten Sie es unbedingt mit der Reihen-Mischkultur der Biogärtner probieren. Die Art, einen Garten in Mischkultur anzulegen, ist nicht nur spannend, sondern ergibt außerdem gesundes Gemüse und reiche Ernten.

Das Prinzip der Mischkultur ist das Prinzip der Biogärtner

Das Buch zu Mitochondrien und Gesundheit: Neben Ich: Wieviele sind wir wirklich?
Folgende Überlegungen stehen hinter dem Prinzip Mischkultur: In der Natur wächst keine Pflanze irgendwo allein. Auch natürliche Monokulturen gibt es nicht. Alle Gewächse kommen stets in vielfältigen Nachbarschaften vor. Aber in der Natur wächst auch nur das zusammen auf, was wirklich zusammenpasst.

„Erfolgreich gärtnern durch Mischkultur“ von Hans Wagner
„Erfolgreich gärtnern durch Mischkultur“ von Hans Wagner
Wenn wir einen Garten anlegen, achten wir gerade darauf kaum. Meistens bauen wir nach der Methode an: „Wie es uns gefällt.“ Es gibt aber nachbarschaftliche Verhältnisse, die unbedingt zu berücksichtigen sind: Zum Beispiel haben hohe Pflanzen und niedrige unterschiedliche Ansprüche und solche, die breit ausladend sind ebenfalls. Ihren Raumbedarf und die Lichtverhältnisse, die dadurch entstehen, müssen wir in jedem Fall vorher bedenken, wir müssen sie entsprechend mischen, eben eine Mischkultur anlegen.

Manche Pflanzen geben über ihre Wurzeln auch Stoffe ab, die nicht jede Nachbarpflanze verträgt. Wieder andere schützen sich gegenseitig. Wer darüber Bescheid weiß, kann es sich gerade durch die Anlage einer Mischkultur zunutze machen und hat damit den wichtigsten Grundstein für den gärtnerischen Erfolg schon gelegt.

Die Mischkultur wird in jährlich wechselnden Ernte- und Düngereihen angelegt

In der brandneuen und äußerst preiswerten Sonderveröffentlichung „Erfolgreich gärtnern durch Mischkultur“ sind alle diese Fragen in einer sehr übersichtlichen und leicht nachvollziehbaren Weise dargestellt. Dazu noch mit hübschen Fotos und Zeichnungen versehen, die den Text für jeden verständlich machen.

In dem neuen Ratgeberbuch über die Mischkultur erfahren Hobby-Gärtner und Profis, welche Bedingungen unsere Pflanzen an eine optimale Kultur stellen. Welche Pflanzen sich mögen und welche sich einfach nicht grün sind.

Wir erfahren alles über die richtige Nachbarschaft und die richtige Fruchtfolge. Denn auch sie ist wichtig. Wo vorher Karotten gestanden haben, sollten sechs Jahre lang keine mehr angebaut werden. Die Gewächse müssen also bei der Aussaat oder der Anpflanzung optimal gemischt werden. Daher auch der Name Mischkultur. Und weil sie in Reihen stehen, spricht man eben von Reihen-Mischkultur.

Vielen Gartenfreunden mag die Methode der Mischkultur anfänglich ungewohnt erscheinen. Aber wer sie einmal wirklich praktiziert hat, möchte davon nicht mehr lassen. Denn die Reihen-Mischkultur, ist die natürlichste und erfolgreichste Gartenbau-Methode. Sie ist Grundlage für den naturnahen Biogarten.

Das Prinzip der Mischkultur ist verblüffend einfach

Im Frühjahr wird die Erde gelockert und eingeebnet. Mit einem Rillenzieher, den man selbst basteln oder im Gartenfachgeschäft kaufen kann, wird der gesamte Garten mit parallelen Saatrillen durchzogen. Im Wechsel wird bei der Reihen-Mischkultur jeweils in eine der dadurch entstandenen Reihen Spinat ausgesät, die andere ist für den weiteren Anbau vorgesehen. Zwischen dem schnell wachsenden Spinat sind die Kultur- oder Erntereihen geschützt. Die Spinatreihen werden später als Mulch unterhackt und dienen den ganzen Gartensommer über als Düngereihen für losen Kompost, für Kräuter, für Gießwasser bei Bedarf. Die Düngereihen dürfen auch betreten werden. In den Erntereihen wächst heran, was der Gärtner vorher festgelegt und dabei optimal gemischt hat.

Das Buch enthält viele interessante Angaben zur Verträglichkeit der Pflanzen untereinander und nacheinander. Es gibt eine Mischkulturen-Übersicht, aus der zu entnehmen ist, wer zu wem passt und wer nicht.

Jedes Jahr rücken in der Mischkultur die Erntereihen auf die Reihe jeweils daneben, die im Vorjahr noch Düngereihe war. So kommt eine Fruchtfolge zustande, die verhindert, dass Pflanzen immer wieder auf den gleichen Reihen stehen und dass sich Schädlinge auf sie spezialisieren können. Apropos Schädlinge: durch die lockere Mischung finden Schadinsekten keinen gedeckten Tisch vor und müssen immer wieder Pflanzen begegnen, mit denen sie nichts zu tun haben wollen. Das macht das Insektenleben unbequem und hält viele von einem Mischkulturengarten ab.

Die weiteren Vorteile der Mischkultur, die ausführlich beschrieben sind: Optimierung des Bodenlebens, kein Umgraben mehr, nur die Düngereihen sind zu gießen, leichte Schädlingsbekämpfung, falls doch einmal erforderlich.

Der Pflanzplan ist der erste Schritt für die erfolgreiche Reihen-Mischkultur

Am Anfang einer Mischkultur steht der Pflanzplan, für das laufende Jahr. Er ist die Fortschreibung des Plans vom vorhergegangenen Jahr. Am besten zeichnet man sich für jedes Jahr die Rillen auf ein großes DIN-3-Papier und vermerkt, wo was gestanden hat, damit das Weiterrücken auch wirklich genau nach Plan erfolgen kann.

Eine Reihen-Mischkultur ist das Garten-Optimum. Hier können alle die Ansprüche berücksichtigt werden, die unsere Pflanzen-Individuen so an sich haben. Die goldenen Weisheiten der Mischkultur lauten zum Beispiel:

• Petersilie ist dem Kopfsalat zu scharf.

• Sellerie und Blumenkohl bilden eine starke Gemeinschaft.

• Karotten können sich selbst nicht ausstehen.

• Zwiebeln sind überall willkommen.

• Salat ist ein guter Partner für fast alle Pflanzen

• Möhren und Zwiebeln vertragen sich gut und schützen sich.

• Karotte liebt Tomate.

• Petersilie ist recht beliebt, außer bei Salat.

• Karotten und Gurken mögen Dill.

• Zwiebeln zwischen Erdbeeren verhindert Grauschimmel.

• Basilikum hilft sogar gegen Mehltau.

• Bohnenkraut hält den Bohnen die Läuse vom Leib.

• Borretsch (Gurkenkraut) schützt Kohlarten und wehrt Schnecken ab.

• Kresse ist zu scharf und macht sich daher überall unbeliebt.

• Kohlrabi mag keinen Knoblauch.

Der neue Ratgeber zur Mischkultur: „Dieses Buch ist etwas Besonderes“

In dem Buch werden alle wichtigen Gemüsepflanzen und Kräuter vorgestellt, von Ackersalat (Rapunzel) über Bärlauch, Blumenkohl, Kohlrabi, Tomaten bis Zucchini, insgesamt über 60. Jede Pflanze hat einen eignen Steckbrief, aus der ihre Wünsche und Eigenheiten hervorgehen. Ein ausführliches Register macht die Suche einfach. Außerdem enthält das Buch viele Profi-Tips gegen Schädlinge und zur natürlichen Düngung.

In einem Gartenfachgeschäft habe ich zufällig die Unterhaltung zweier Hobbygärtnerinnen über dieses Werk zur Reihen-Mischkultur mitgekommen. Sie waren sich darüber einig: „Dieses Buch ist etwas Besonderes.“ Dem kann ich mich als Rezensentin nur anschließen.

Rezension zu: „Erfolgreich gärtnern durch Mischkultur“ von Hans Wagner, Bassermann Verlag München 2007, ISBN 978-3-80841838-2, 5,95 Euro als Sonderausgabe.

20.04.2007

---
Dieser Beitrag ist honorarfrei, allerdings nur bei korrekter Quellenangabe: "Pressebüro Hans Wagner (www.pb-hw.de)".
Belege sind erwünscht.
© 2006-08 Pressebüro Hans Wagner