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MAULWURFBEKÄMPFUNG

Maulwurfbekämpfung bedarf einer Strategie und geeigneter Mittel

Verzweiflungstaten von Hobby-Gärtnern bei der Maulwurfbekämpfung führen zu nichts. Jagdgewehre, Selbstschussanlagen, Wühlmausfallen, Spieße und der blanke Spaten sind gegen die unterirdischen Wühler machtlos. Erfolgreiche Gegenmaßnahmen zur Maulwurfbekämpfung setzen an den Empfindlichkeiten der Maulwürfe an, und das sind ihre Sensibilität gegenüber der geringsten Erschütterung des Bodens - vor allem aber ihre Geruchsempfindlichkeit. Die beste Methode zur Maulwurfsbekämpfung wurde im Schwarzwald-Städtchen St. Blasien entwickelt.

PB-HW - Maulwürfe fühlen sich nur in gesunder und fruchtbarer Erde wohl, vor allem dort, wo ein reges Bodenleben herrscht und sich viele Regenwürmer tummeln. Wo Maulwürfe graben, hat der Hobbygärtner alles richtig gemacht, sagen die Biologen.

Aber wen tröstet das denn schon, wenn im gepflegten oder frisch angelegten Rasen die Erde zu Haufen aufgeworfen wird und die ästhetisch schöne Bildfläche verunziert? Wenn der Rasenmäher dreckverschmiert abstirbt. Wenn der Schuh im Hohlraum eines Ganges hängen bleibt. Es soll schon Beinbrüche gegeben haben deswegen.

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Am schlimmsten aber ist, dass man diese lästigen Mitbewohner so schwer loswird. Es deprimiert, wenn sich trotz aller Versuche jeden Morgen an einer anderen Stelle wieder ein Maulwurfshaufen auftürmt.

Verzweiflungstaten bei der Maulwurfbekämpfung führen zu nichts

Jagdgewehre, Selbstschussanlagen, Wühlmausfallen, Spieße und der blanke Spaten sind die Waffen zur Maulwurbekämpfung, die von Grundstückbesitzern gegen den unterirdischen Gartenbewohner eingesetzt werden. Und mit jedem Maulwurfshaufen wächst der Hass. Hobbygärtner geben das offen zu. Die Wut der Gartenbesitzer und Hausmeister ist grenzenlos. Denn die Verursacher sind nicht zu fassen, und so oft man die Haufen auch beseitigt, es kommen immer neue.

Dazu ist der Maulwurf auch noch geschützt. Denn eigentlich ist er nützlich, seine Grabearbeit lockert die Böden. Er ist im Gegensatz zur Wühlmaus kein Vegetarier, knabbert keine Wurzeln an, sondern frisst Würmer, Engerlinge und Schnecken. Wurzeln weicht er sogar meistens aus. Lediglich unbeabsichtigt werden Pflanzen auch mal freigelegt. Aber was er auf der Gartenoberfläche anrichtet, ist für den Hobbygärtner zum Aus-der-Haut-fahren.

Maulwurfbekämpfung muss die Empfindlichkeiten der Wühler treffen

Erfahrene Gärtner wissen es seit langem: Mit Spaten und Gewehr ist der Krieg gegen den Maulwurf nicht zu gewinnen. Es gibt nur eine Strategie, die wirklich hilft: Dem ungebetenen Gast unter der Erde muss der Aufenthalt gründlich vermiest werden. Dafür gibt es zwei Prinzipien. Beide treffen die Empfindlichkeiten des wuselflinken Gräbers mit dem samtschwarzen Fell und dem rosafarbenen Schnäuzchen.

Lärm kann eine Methode zur Maulwurfbekämpfung sein, die den Maulwurf schließlich vergrätzt

Maulwürfe sind sehr sensible Tiere. Da sie nichts sehen, sind andere Sinne umso besser entwickelt. Dazu gehört ihre geradezu seismographische Fähigkeit, Erschütterungen wahrzunehmen. Maulwürfe ziehen sich bei der geringsten Schwingung des Bodens tief in ihr unterirdisches Labyrinth zurück. Es genügen schon normale Schritte auf der Gartenoberfläche dazu. Wenn ständig Kinder im Garten spielen oder ein großer Hund gehalten wird, macht der Maulwurf meistens einen Bogen um das Grundstück.

Als eine probate Methode ihm den Aufenthalt unter dem Grundstück zu vergraulen, gilt wegen der Geräuschempfindlichkeit auch die Methode mit den Metallstäben. Man schlägt zur Maulwurfbekämpfung Eisenstangen in die Erde und klopft regelmäßig daran. Der Lärm überträgt sich in den Boden und wird vom Maulwurf als äußerst störend empfunden.

Auch zur Hälfte eingegrabene Flaschen sind ein oft versuchtes Mittel zur Maulwurfbekämpfung. Das Geräusch des pfeifenden Windes an der Flaschenöffnung soll die unterirdischen Bewohnern verschrecken und letztlich vertreiben.

Die Sensibilität des Maulwurfs gegenüber Schwingungen und Geräuschen versprechen sich auch in den Boden gesteckte Impulsgeber verschiedener Hersteller zunutze zu machen. In bestimmten Abständen senden die mit Batterie oder mit Solarzellen betriebenen Geräte Schall- und Vibrationswellen aus. Dadurch soll der Maulwurf so verärgert werden, dass er schließlich sein Revier verlässt. Allerdings sind die Maulwürfe offenbar gegenüber diesen regelmäßigen Geräuschen schnell unempfindlich. Es gibt Berichte, dass sie unmittelbar neben dieser Art „Maulwurfstopp“ ihre Haufen aufwerfen, ohne sich um die Geräte zu scheren. Sie sind zur Maulwurfbekämpfung also wohl kaum geeignet.

Maulwurfbekämpfung ist dann erfolgreich, wenn der Plagegeist den Garten „nicht mehr riechen“ kann

Die andere große Empfindlichkeit des Maulwurfs betrifft sein äußerst gut ausgebildetes Riechorgan. Die schwarzen Pelztierchen reagieren ausgesprochen sauer auf unangenehme Gerüche. Viele Hobbygärtner haben Spezialrezepte entwickelt. Dazu gehören so geruchsintensive Stoffe wie Holunderbeerjauche, verdorbene Molke oder Heringsbrühe. Andere schwören auf Seifenlauge oder mit Terpentin getränkte Lappen. Die meisten dieser Methoden, die zur Maulwurfbekämpfung dienen sollen, wirken schon nach dem ersten Regen nicht mehr oder belästigen den Gartenbesitzer noch mehr als den Maulwurf, wenn der Gestank aus den Gängen entweicht.

Die Pharmaindustrie (z. B. Celaflor, Detia) bietet zur Maulwurfbekämpfung sogenannte Maulwurf-Frei-Kugeln an. 100 Stück sollen für 100 Quadratmeter reichen und mit naturidentischen Duftkompositionen die Maulwürfe sicher vertreiben. Dazu werden die mit dem Duftstoff getränkten Zellulosekugeln im Boden vergraben. Sie gelten als biologisch abbaubar. In Versuchen haben sich diese Mittel aber meistens als „zu schwach“ erwiesen. Wenn überhaupt, dann lassen sich Maulwürfe damit nicht wirklich bekämpfen, bzw. vertreiben, sondern allenfalls kurzfristig irritieren. Bei nassen, tonigen oder moorigen Böden ist die Wirksamkeit sogar nach Herstellerangaben „eingeschränkt“. Die Packungseinheiten mit 100 Kugeln kosten zwischen 8,00 und rund 20.00 Euro.

Das beste Mittel zur Maulwurfbekämpfung kommt aus dem Schwarzwald

Die mit Abstand wirksamste Methode, die sich gegen das hochempfindliche Riechorgan des lichtscheuen Kleingräbers richtet, wurde im Schwarzwald ausgetüftelt. Bei „NaturGut“ in St. Blasien hat man ein hocheffizientes Mittel („Wühlmaus- und Maulwurf-Stop“) entwickelt. Es handelt sich um ein Granulat aus Tonerde, das ursprünglich mit einer tausendfach getesteten Rezeptur aus Nelkenöl, Patchouliöl, Knoblauchöl und Alkohol getränkt war. Diese „alte“ Mischung aus natürlichen Ölen ist aufgrund der Biozid-Verordnung mittlerweile in Schädlingsabwehrmitteln nicht mehr zugelassen. In der neuen Mischung ist echtes Lavandin-Öl der Wirkstoff, Fettes Öl als Träger sowie Knoblauchöl als Duft und Ethanol runden die Mischung ab.Diese Mischung zur Maulwurfbekämpfung ist für die empfindlichen Nasen von Maulwurf und Wühlmaus einfach zuviel. Durch die Bindung an den Ton bleibt der Geruch sehr lange im Boden erhalten. Wenn er dann Monate später seine Wirksamkeit langsam einbüßt, ist er problemlos zu einem Bestandteil der Gartenerde geworden.

Geheimtip zur Maulwurfbekämpfung: Maulwurf-Stop – die ideale Strategie

Die raffinierte Bekämpfungsmethode, die man bei „NaturGut“ (www.naturgut.de) erfunden hat, geht so: Man sticht mit einem Pflanzholz 15 Zentimeter tiefe Löcher in den Boden, beginnend in der Mitte des befallenen Gebiets, und dann in konzentrischen Kreisen mach außen. In die Löcher streut man das Granulat ein. Auch die Gänge werden so präpariert. Dadurch wird die Erde langsam von dem Geruch durchdrungen, den der Maulwurf - und übrigens auch die Wühlmaus - nicht ausstehen können. Die Schädlinge werden immer weiter nach außen getrieben und suchen schließlich das Weite.

Reinhard Löffler von der Firmenleitung des auf Naturwaren spezialisierten Unternehmens erklärt: „Mit dieser Entwicklung zur Maulwurfbekämpfung haben wir im wahrsten Sinne des Wortes wirklich ins Schwarze getroffen. Die geruchsempfindlichen Tiere verziehen sich fluchtartig, und wenn es auch nur zum Nachbarn ist. Wir erhalten viele Dankschreiben von Hobbygärtnern, die nach Jahren der Verzweiflung ihre Plage endlich losgeworden sind. Unser Maulwurfstop wirkt auf Maulwürfe und Wühlmäuse gleichermaßen, denn beide haben die gleichen hochempfindlichen Nasen.“

Siehe auch: Schädlinge in Rasen und Gemüsebeet - Der Maulwurf-Krieg in deutschen Gärten.
http://www.pb-hw.de/artikel/?id=33

ooo ÜBER DEN AUTOR:
Hans Wagner hat Landwirtschaft studiert und ist selbst leidenschaftlicher Hobby-Gärtner.

11.04.2007

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Dieser Beitrag ist honorarfrei, allerdings nur bei korrekter Quellenangabe: "Pressebüro Hans Wagner (www.pb-hw.de)".
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