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INTERVIEW

Jahreszeiten, Wetter, Lebensalter: Welchen Einfluß haben sie auf unseren Schlaf?

PB-HW sprach mit Prof. Dr. Jürgen Zulley, Schlafmediziner am Universitäts- und Bezirksklinikum Regensburg

PB-HW - PB-HW: Gibt es ein jahreszeitlich verändertes Schlafverhalten?

Prof. Zulley: Ja, das gibt es. Wir schlafen im Winter länger als im Sommer. Aber dieses Mehr an Schlaf bewirkt keineswegs, daß wir an Wintertagen ausgeruhter wären.“

PB-HW: Weshalb schlafen wir im Winter mehr?

Prof. Zulley: Es gibt diesen jahreszeitlichen Rhythmus, weil unser Organismus im Winter mehr von dem schlaffördernden Hormon Melatonin ausschüttet. Dadurch steigt das Schlafbedürfnis an. Tagsüber fühlen wir uns gleichzeitig eher müder als im Sommer. Das hat mit dem mangelnden Licht zu dieser Jahreszeit zu tun. Der Anteil von ‚Tagesmüdigkeit‘ unter den Schlafstörungen ist im Winter größer als im Sommer.

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PB-HW: Wie beeinflussen Klima und Wetter unser Schlafverhalten?

Prof. Zulley: Je wärmer es ist, um so belastender ist das für den menschlichen Organismus. Bei steigenden Temperaturen im Frühjahr kommt es zur Frühjahrsmüdigkeit. Bei bestimmten Wetterlagen, wenn z. B. Föhn auftritt, sind die Folgen ähnlich. An schwülen und heißen Sommertagen gibt es Probleme mit dem Ein- und Durchschlafen. Bei sinkenden Temperaturen dagegen erholt sich der Körper, wir schlafen besser und sind ausgeruhter.

PB-HW: Was hat das Lebensalter für Einflüsse auf einen gesunden Schlaf?

Prof. Zulley: Bei älteren Menschen kommt es öfter zu Schlafstörungen. Das liegt aber nicht in erster Linie am Alter, sondern an ihrer abnehmenden körperlichen und sozialen Aktivität. Dadurch stellt sich keine richtige Ermüdung und somit auch kein ausgeprägtes Schlafbedürfnis mehr ein. Senioren, die körperlich und sozial noch genau so aktiv sind wie in jüngeren Jahren, haben auch nicht mehr Schlafstörungen als früher. Für den Organismus flacht zwar im Alter der Unterschied und die Spannung zwischen Tag und Nacht etwas ab. Aber das kann eine sehr lange Zeit noch kompensiert werden durch körperliche und soziale Betätigung.

PB-HW: Und wie ist es mit den Schlafproblemen bei jungen Menschen?

Prof. Zulley: Wer beruflich sehr aktiv und angespannt ist, verfällt leicht in Hektik und findet abends oft keine Ruhe mehr. Das heißt, er sollte einen Gang zurückschalten und bei seiner täglichen Aktivität die Drehzahl reduzieren.

PB-HW: Herr Prof. Zulley, haben Sie vielen Dank für das Gespräch.

13.12.2005

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