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SCHÄDLINGE IN RASEN UND GEMÜSEBEET

Der Maulwurf-Krieg in deutschen Gärten

In der ARD-Reportage „Der Maulwurf-Krieg“ von Heiner Wember wird eindrucksvoll gezeigt, wozu Menschen in ihrer Verzweiflung fähig sind: Mit Jagdgewehren, Selbstschussanlagen, Wühlmausfallen, speziellen Spießen und dem blanken Spaten jagen sie den unterirdischen Gartenbewohner. „Mit jedem Maulwurfshaufen wächst der Hass“ – das hat Wember eindrucksvoll dokumentiert. (Montag, 22. Mai 2006, 18.00 Uhr auf 3sat).

PB-HW - Sobald die Frühlingssonne den Rasen sprießen lässt, sind sie da. Überall im saftigen Grün wachsen die braunen Maulwurfshaufen in die Höhe. Die Wut der Gartenbesitzer und Hausmeister ist grenzenlos. Denn die Verursacher sind nicht zu fassen, und so oft man die Haufen auch beseitigt, es kommen immer neue.

Dabei ist der Maulwurf geschützt. Er ist nützlich, seine Grabearbeit lockert die Böden. Zudem ist er im Gegensatz zur Wühlmaus kein Vegetarier, sondern frisst Würmer, Engerlinge und Schnecken. Wurzeln weicht er sogar meistens aus. Lediglich unbeabsichtigt werden Pflanzen auch mal freigelegt. Aber was er auf der Gartenoberfläche anrichtet, ist für den Hobbygärtner zum Aus-der-Haut-fahren.

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Die wirksamste Methode zielt auf das feine Riechorgan des Maulwurfs

Doch mit Spaten und Gewehr ist der Krieg gegen den Maulwurf nicht zu gewinnen. Wie jeder Migrant – und der aus den Feldern zuwandernde Maulwurf ist ein solcher – kommt er immer wieder, solange er sich in seinem neuen Gartenreich wohlfühlt. Naturgärtner wissen das seit langem. Es gibt nur ein Mittel, das wirklich hilft: Die Lust am Garten muss ihm gründlich vermiest werden. Dafür gibt es zwei Prinzipien. Beide treffen die Empfindlichkeiten des wuselflinken Gräbers mit dem samtschwarzen Fell und dem rosafarbenen Schnäuzchen. Maulwürfe ziehen sich bei der geringsten Erschütterung tief in ihr unterirdisches Labyrinth zurück. Diese Sensibilität machen sich in den Boden gesteckte Impulsgeber verschiedener Hersteller zunutze. In bestimmten Abständen senden die mit Batterie oder mit Solarzellen betriebenen Geräte Schall- und Vibrationswellen aus – solange, bis der Maulwurf sein Revier verlässt. Allerdings kann es sein, dass die Tiere sich daran gewöhnen oder später wiederkommen.

Die wirksamste Methode zielt auf das hochempfindliche Riechorgan des lichtscheuen Kleingräbers. Bei NaturGut im Schwarzwaldort St. Blasien hat man dafür ein hocheffizientes Mittel („Wühlmaus- und Maulwurf-Stop“) entwickelt. Es handelt sich um ein Granulat aus Tonerde, das ursprünglich mit einer tausendfach getesteten Rezeptur aus Nelkenöl, Patchouliöl, Knoblauchöl und Alkohol getränkt war. Diese „alte“ Mischung aus natürlichen Ölen ist aufgrund der Biozid-Verordnung mittlerweile in Schädlingsabwehrmitteln nicht mehr zugelassen. In der neuen Mischung ist echtes Lavandin-Öl der Wirkstoff, Fettes Öl als Träger sowie Knoblauchöl als Duft und Ethanol runden die Mischung ab.
Diese Mischung ist für die empfindlichen Nasen von Maulwurf und Wühlmaus einfach zuviel.

Die raffinierte Bekämpfungsmethode geht so: Man sticht mit einem Pflanzholz Löcher in den Boden, beginnend in der Mitte des befallenen Gebiets, und dann in konzentrischen Kreisen mach außen. In die Löcher streut man das Granulat ein. Auch die Gänge werden so präpariert. Dadurch wird die Erde langsam von dem Geruch durchdrungen, den Maulwurf und Wühlmaus nicht ausstehen können. Die Schädlinge werden immer weiter nach außen getrieben und suchen schließlich das Weite. Gudrun Löffler von der Firmenleitung des auf Schädlingsbekämpfung spezialisierten Unternehmens: „Mit dieser Entwicklung haben wir wirklich ins Schwarze getroffen. Die geruchsempfindlichen Tiere verziehen sich fluchtartig, und wenn es auch nur zum Nachbarn ist. Wir bekommen immer wieder Dankschreiben von Hobbygärtnern, die nach Jahren der Verzweiflung ihre Plage endlich losgeworden sind. Und was besonders schön ist: es wirkt gegen Maulwürfe und Wühlmäuse gleichermaßen, denn beide haben die gleichen hochempfindlichen Nasen.“

20.05.2006

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