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KREISLAUF

Warum der Wein das Herz schützt

Ulmer Forscher haben das Rätsel jetzt gelöst

PB-HW - Zum ersten Mal gibt es jetzt eine einleuchtende Erklärung dafür, warum Wein vor Herzerkrankungen schützt. Es sind nicht irgendwelche geheimnisvollen Substanzen aus den Böden der Weinberge oder aus den Eichenfässern, in denen der Rebensaft gelagert wird . Die wichtigste Schutzfunktion für das Herz wird durch den Alkoholgehalt des Weines erbracht. Das haben Wissenschaftler der Universitätsklinik Ulm herausgefunden und in diesem Früh-jahr in der angesehenen britischen Wissenschafts-Zeitschrift THE LANCET veröffentlicht. (Bd. 357, March 10, 2001, Seite 763 ff).

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Daß mäßiger Alkoholgenuß das Risiko von Herzerkrankungen deutlich absenken kann, war in den letzten Jahren in zahlreichen epidemiologischen Studien nachgewiesen worden. Die Fra-ge, warum dies so ist, konnte jedoch bis vor kurzem nicht zufriedenstellend beantwortet wer-den. Nun haben die Ulmer Forscher dieses Rätsel gelöst. Sie fanden heraus, daß es die ent-zündungshemmende Wirkung des Alkohols ist, die den koronaren Herzerkrankungen vor-beugt. Entzündliche Prozesse spielen bei der Arteriosklerose eine unheilvolle Rolle, und die Eindämmung dieser Entzündungsvorgänge senkt das Risiko entsprechend.

In einer Studie mit 1776 Frauen und Männern untersuchten die Wissenschaftler, ob es zwi-schen dem Alkoholkonsum der Probanden und dem Anteil von Entzündungsmerkmalen in ihrem Blut Zusammenhänge gibt. Die Ergebnisse waren ebenso verblüffend wie eindeutig. Bei den Versuchspersonen, die pro Tag etwa 40 Gramm Alkohol (Wein oder Bier) konsu-mierten, waren die Entzündungssymptome im Blutspiegel am geringsten.
Bei totalen Abstinenzlern lagen die entzündlichen Anzeichen deutlich höher. Auch ein erheb-lich stärkerer Alkoholkonsum als jene 40 Gramm pro Tag ließ die Entzündungsmerkmale im Blut wieder deutlich ansteigen. Prof. Wolfgang König vom Ulmer Uniklinikum, der maßgeb-lich an der Studie beteiligt war, zu medizin texte: „ Sowohl die Entzündungszeichen im Blut als auch die Sterberate sind bei gemäßigtem Alkoholgenuß am niedrigsten. Bei totaler Absti-nenz aber auch bei stärkerem Alkoholkonsum steigen sie jeweils an. Wenn man diese Zu-sammenhänge in eine Kurve einträgt, ergibt sich daraus ganz deutlich ein U-förmiger Ver-lauf.“

Besonders niedrig sei bei mäßigem Alkoholkonsum ein Entzündungsfaktor im Blut, der als
C-reaktives Protein, kurz CRP, bekannt ist. Dieses CRP gelte als äußerst gefährlich für das menschliche Herz. Prof. König: „Eine ganze Reihe von Studien hat ergeben, daß ein sehr en-ger Zusammenhang zwischen der Höhe des CRP im Blut und der Gefahr von Herzinfarkten besteht.“
Daß gerade dieser gefährliche Entzündungsfaktor im Blut durch den Alkohol deutlich abge-senkt wird, dürfte die Erklärung dafür sein, warum Menschen mit mäßigem Alkoholkonsum so viel seltener von koronaren Herzerkrankungen heimgesucht werden. Die entzündlichen Vorgänge, die bei der Arteriosklerose eine so entscheidende Rolle spielen, sind bei diesen Menschen deutlich verringert und somit auch das Erkrankungsrisiko.

16.05.2001

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