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Das Pressebüro Hans Wagner
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MEDIZIN

Gegen jede Erkältung ist ein Kraut gewachsen

Neue Expertentips und bewährte Hausmittel zu Saisonbeginn

PB-HW - Die Erkältungswelle hat weite Teile Deutschlands schon fest im Griff. Der viele Regen im Oktober, starke Temperaturschwankungen und heftige Stürme boten den Viren ideale Voraussetzungen für ihre Ausbreitung. Die Wartezimmer der Ärzte sind voll. Schnupfen, Nasennebenhöhlenentzündungen und Bronchitis haben bereits Hochkonjunktur. Auffallend ist, daß die Erkältungen bei vielen Patienten mit Magen- und Darmbeschwerden einhergehen. Hierauf hat vor wenigen Tagen der Münchner Mediziner Dr. Ulf Kahlmann besonders hingewiesen.

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Daß Erkältungswetter auch Verdauungsstörungen hervorruft, hat nach Ansicht des Münchner Immunologen Dr. Peter Schleicher eine Reihe von Ursachen: Mangelnde Bewegung in der naßkalten Jahreszeit führe zu träger Verdauung. Magen und Darm reagierten mit Streß. Das könne zu Verstopfung oder Durchfällen führen, aber auch zu krampfartigen Schmerzen.
Als weitere Gründe nennt der Mediziner: depressive Verstimmungen mit übermäßiger Lust auf Süßes; die fetten Speisen, die jetzt wieder Saison haben; zuviel Alkohol in Form von Glühwein und Grog. Das werde dem Magen alles zuviel. Er reagiere nervös, produziere übermäßig Säure und verursache immer neues Unwohlsein.

Mit der Grippe kommen auch die gefährlichen Rota-Viren

Außerdem können nach den Worten Dr. Schleichers jetzt in der naßkalten Jahreszeit die sogenannten Rota-Viren besonders gut gedeihen, wenn das Immunsystem überlastet und durch Erkältungen bereits überfordert ist. Rota-Viren lösen heftige Durchfälle aus und treten häufig mit Grippeerkrankungen zusammen auf. Vor allem für Kinder, geschwächte und ältere Menschen könnte die Kombination von Grippe mit Durchfall lebensgefährlich werden.

Besonders wichtig sei es, den dadurch ausgelösten Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Am besten mit elektrolythaltigen stillen Mineralwässern. Heilpraktiker und Ernährungswissenschaftler empfehlen als natürliche Anti-Durchfallmittel: Geriebene Äpfel, Schwarzbeeren (Heidelbeeren) in jeglicher Form, Artischocken, Kefir mit schwarzen Johannisbeeren oder dem Saft davon, Kombuchatee, Fenchel und Fencheltee.

Die Hauptleiden der Wintersaison jedoch sind Husten, Schnupfen, Bronchitis, Halsschmerzen, Heiserkeit, Blasenleiden, Grippe. Schon sind auch echte Influenza-Fälle aufgetreten. In Kürze, so erwarten die Experten vom Robert-Koch-Institut, wird die erste richtige Grippewelle dieses Herbstes anrollen.

Die Schleimhäute, mit denen unsere Atemwege ausgekleidet sind, haben jetzt Mühe, mit den Keimen fertig zu werden, die wir ständig einatmen. Die gesunde Schleimhaut der unteren Atemwege (Lungen, Bronchien) verfügt über ein besonderes Reinigungssystem. Sie produziert ein Sekret, auf dem eingedrungene Fremdstoffe und Krankheitskeime haften bleiben. Flimmerhärchen an der Oberfläche transportieren dann den Schleim samt Eindringlingen aus den Atmungsorganen hinaus. Allerdings beeinträchtigen Kältereize wie kalte Füße, aber auch trockene Heizungsluft dieses System. So können Krankheitserreger – in 90 Prozent aller Fälle Viren - die Schleimhaut befallen. Es kommt zu Entzündungen und übermäßiger Bildung von zähem Schleim in den Bronchien. Dadurch wird dann der typische Hustenreiz ausgelöst, mit dessen Hilfe dieser Schleim ausgeworfen werden soll.

Richtiges Husten muß man lernen, um die Lunge zu schonen

Husten ist störend, unangenehm, anstrengend für die Lunge, aber er ist nötig, um die Sekrete aus dem Körper zu entfernen. Doch so seltsam es klingen mag, nur bewußtes Husten ist richtiges Husten. Wer jedem Hustenreiz sofort nachgibt oder gar versucht ihn selbst auszulösen, macht es falsch und überfordert seine Lunge. Entzündungen können die Folge sein.

Prof. Dr. Fischer von der Rehaklinik auf Norderney empfiehlt: Dem Hustenreiz solange standhalten, bis sich eine größere Menge Sekret angesammelt hat, auch wenn es dadurch manchmal unangenehm rasselt, und dann weich abhusten.

Professor Wolfgang Elies aus Bielefeld warnt davor, die Gefahren zu unterschätzen, die durch Schnupfenviren entstehen: „In etwa 20 Prozent entwickelt sich aus der Virusinfektion eine bakterielle Infektion, etwa chronische Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung) oder eine eitrige Mittelohrentzündung.“ Ganz wichtig sei es deshalb, dafür zu sorgen, daß die Nasenschleimhäute abschwellen. Geschehe dies nicht, könnten die Nasennebenhöhlen zum Teil oder vollständig verschlossen werden. Um so wichtiger sei eine rechtzeitig einsetzende Therapie, damit die Nasenschleimhaut abschwellen und das Sekret ablaufen könne. „Abgeschwollene Schleimhäute“, so Elies, „lassen Bakterien abblitzen.“ Zur Therapie hätten sich Eukalyptusöle und Nasenspülungen bewährt.

Natürliche Anti-Erkältungs-Mittel - die besten Schnupfen- und Hustencocktails – wertvolle Tips zur Selbsthilfe

Holundersirup mit Wodka: Für ein Longdrinkglas acht cl Holunderblütensirup (Reformhaus), sechs cl Wodka und einen Eßlöfel Zitronensaft bereitstellen. Einen Stengel Zitronengras der Länge nach halbieren. Die eine Hälfte fein hacken und mit einem achtel Liter Wasser aufkochen. Fünf Minuten ziehen lassen. Den Wodka ins Wasser gießen (nicht mehr kochen). Sirup und Zitronensaft ins Glas füllen, den Zitronengrastee abgießen und dazugeben. Mit dem halbierten Stengel Zitronengras umrühren und heiß trinken. Stimmungsaufhellend!

Rote-Beete-Saft und Meerrettich: Täglich einen viertel Liter Rote-Beete-Saft trinken und einen roh geriebenen Salat aus der Meerrettichwurzel essen (mit Sahne und geriebenemApfel strecken, um die Schärfe zu nehmen). Der rote Farbstoff Betanin aus der Rübe isoliert Bakterien, die dann mit dem Urin ausgeschwemmt werden. Meerrettich enthält neben bitteren Harzstoffen zur Stärkung der Abwehrkräfte sowie Vitamin C vor allem das Senföl Sigrin, das stark antibakteriell wirkt. Fördert die Heilung der Atemwege!

Hustentee aus Wildkräutern: Zu gleichen Teilen Spitzwegerich- und Huflattichblätter, Eibischwurzel und Königskerzenblüten mischen. Vier Teelöffel davon in einem halben Liter kaltem Wasser über Nacht ziehen lassen. Morgens auf Trinktemperatur erwärmen, abgießen und mit Honig gesüßt über den Tag verteilt trinken. Guter Hustenlöser!

Ätherische Öle in fertiger Mischung: Die ätherischen Öle von Salbei, Eukalyptus, Pfefferminze, Nelke, Fenchel und Anis, dazu Tinktur von Myrrhe, Ratanhia, Frauenmantel und vor allem Thymol, der Wirkstoff des Thymians sind in der Fertigarznei Salviathymol (Apotheke) enthalten. Zum Gurgeln bei Halsschmerzen, Entzündungen im Mund- und Rachenraum und bei grippalen Infekten – darauf hat Oma schon geschworen. Besonders wirksam im Wechsel mit Salzwasser als Gurgelmittel!

Arabischer Kaffee mit Likör: Für vier Mokkatassen braucht man sechs Kardamonkapseln, eine Nelke, zwei gehäufte Eßlöffel Mokkakaffee (Espressopulver) und vier cl Feigenlikör oder Grand Marnier oder Cointreau. Kardamon und Nelke zerdrücken und zusammen mit dem Kaffee in einem Viertelliter Wasser aufbrühen. Likör auf die Täßchen verteilen, mit dem Kaffee aufgießen. Mit Zimtstangen umrühren. Tolles Mittel gegen grippale Abgeschlagenheit.

Schwarzer Tee mit Ingwer und Orangen: Pro Kanne ca. 30 g frischen Ingwer, 80 g Zucker, zwei Eßlöffel Earl Grey Tee, drei mittlere Orangen. Einen Liter Wasser aufkochen, den fein geschnittenen Ingwer zugeben, fünf Minuten ziehen lassen. Tee und Zucker beifügen und noch mal drei Minuten ziehen lassen. Abgießen und mit dem Saft der Orangen mischen. Sehr anregend.

Grog mit Sanddorn: Zehn cl Sanddornsaft, acht cl dunklen Rum in einem Teeglas mit kochendem Wasser aufgießen und mit Kandiszucker süßen. Heiß trinken. Hilft die Krankheit ausschwitzen!

Hühnerbrühe gewürzt: Sechs cl Martini Dry und einen Teelöffel Safranfäden in einem Töpfchen zusammen aufkochen. Nach vier Minuten 200 ml Hühnerbrühe zugeben und zusammen noch mal kurz aufkochen. Heiß trinken. Aktiviert das Immunsystem!

Heißer Met mit Blutorange: Eine Flasche Met und eine große (od. zwei kleinere) Blutorangen ergeben vier Gläser Hustencocktail: Met heiß machen (nicht kochen), Orange in dünne Scheiben schneiden und auf Schaschlikspieße (Holz) fädeln. In jedes Glas einen Orangenspieß stellen und mit dem heißen Met auffüllen. Löst Husten und weckt neue Lebensgeister!

Austern oder Zinktabletten: Zinkmangel schwächt das Immunsystem und erhöht die Infektanfälligkeit durch Viren und Bakterien. Husten, Schnupfen, Bronchitis, Hals- und Gliederschmerzen verlaufen bei Zinkmangel schwerer und dauern länger an. Zink entfaltet eine antivirale Wirkung an den Schleimhäuten und kann Schnupfenviren deshalb sogar direkt bekämpfen. Risikogruppen für Zinkmangel: ältere Menschen, Diabetiker, Sportler, Schwangere, Stillende und Vegetarier. Zinkreiche Nahrungsmittel sind Käse, Leber, Fleisch, Weizenkeime und – unübertroffen – Austern. Apotheken halten Zinkpräparate in verschiedenen Formen bereit, von Pillen bis Brausetabletten.

Schwarzkümmel zur Inhalation: Ein Teelöffel Schwarzkümmelsamen, zwölf Tropfen Schwarzkümmelöl, zwei Eßlöffel Honig, eine kleine zerdrückte Knoblauchzehe in einer Schüssel mit einem Liter kochendem Wasser übergießen, etwas ziehen lassen und unter einem Handtuch etwa 15 Minuten inhalieren. Befreit die Atemwege.

Wein gegen Viren und Bakterien: Der US-Wissenschaftler S. Cohen hat nachgewiesen, daß moderate Weintrinker (Frauen max. 0,3 Liter, Männer max. 0,4 Liter pro Tag) eine um 85 Prozent höhere Widerstandskraft gegen Erkältungskrankheiten haben als Abstinenzler. Die beste Wirkung erzielt man, wenn man trockene Weißweine über den Tag verteilt in kleinen Schlucken einnimmt und langsam über die Zunge laufen läßt.

Schüßler-Salze als Entzündungshemmer: Von Ferrum phosphoricum D12 (Apotheke) alle zehn Minuten eine Tablette langsam im Mund zergehen lassen. Bei schweren Gliedern zusätzlich alle 15 Minuten eine Tablette Kalium phosphoricum D 6.

Ansteigendes Fußbad gegen Husten und Schnupfen: Kalte Füße sind ein sicherer Weg, sich eine Erkältung zu holen. Ein ansteigendes Fußbad beugt vor: Füße in einen Eimer stellen und etwa 40 Grad warmes Wasser einfüllen, bis die Knöchel bedeckt sind. Mit heißem Wasser langsam auffüllen, bis es zu den Kniekehlen reicht. Die Temperatur sollte möglichst hoch sein, aber noch angenehm bleiben. Nach 15 Minuten Füße trockenrubbeln, Wollsocken anziehen, Beine hoch legen und eine Wolldecke darüber breiten.

Zwiebelwickel gegen Husten und Bronchitis: Zwei Zwiebeln in feine Scheiben schneiden, auf ein großes Tuch legen, so umschlagen, daß die Fläche die Brust abdecken kann, mit Pflaster zukleben. Auf einem Topf mit heißem Wasser den Deckel umdrehen und den Wickel darauf erhitzen. Vor dem Auflegen mit dem Teigroller die Zwiebeln zerdücken. Dann auf die Brust legen und den Oberkörper mit einem Tuch umwickeln. Drei bis vier Stunden oder über Nacht einwirken lassen. Zwiebeln enthalten ätherische Öle, die schmerzlindernd wirken, sie töten Bakterien ab und regen den Stoffwechsel an.

Nasenspülungen gegen Schleimhautschwellungen: Man nimmt physiologische (0,9-prozentige) Kochsalzlösung, die dem Mineralgehalt von Blut oder Tränenflüssigkeit nahekommt. Dazu werden neun Gramm Salz auf einen Liter Wasser verrührt, eventuell kurz aufgekocht. Diese Lösung kalt hochschnupfen oder per Schnaubentasse in ein Nasenloch gießen, Mund zum atmen öffnen und durch das andere Nasenloch ablaufen lassen. Beliebig oft über den Tag verteilt anwenden. Hält Schleimhäute feucht und läßt sie abschwellen, spült Viren, Bakterien und Schadstoffe aus.

Wadenwickel gegen Fieber: Ein kaltfeuchtes Tuch vom Knöchel bis zur Kniekehle um das Bein wickeln, mit trockenem Handtuch umhüllen und alle 15 bis 20 Minuten erneuern. Das sanfteste Anti-Fiebermittel und völlig nebenwirkungsfrei!

Reichlich trinken bei Blasenentzündung: Am besten stilles Wasser, Brennessel- oder Goldrutentee. Außerdem warme Sitzbäder nehmen mit Heublumenzusatz oder Wacholderöl. Und die gute alte Wärmflasche oder das heiße Kirschsteinsäckchen mit ins Bett nehmen und auflegen. Wenn nach einem Tag keine Besserung eintritt, zum Arzt gehen!

Körperwarme Tropfen bei Ohrenschmerzen: Wenn aus dem Nasen- Rachenraum Krankheitserreger aufsteigen, können sie das Mittelohr (hinter dem Trommelfell) infizieren und zu schmerzhaften Entzündungen führen. In diesem Fall oder wenn sogar das Innenohr betroffen erscheint, sofort zum Arzt gehen. Bei leichteren Beschwerden im äußeren Gehörgang (vor dem Trommelfell) können Ohrentropfen Linderung verschaffen. Körperwarm (Fläschchen in der Hosentasche oder der Hand anwärmen) einträufeln, sonst können Schmerz oder Schwindel die Folge sein. Kopf neigen und Ohrmuschel nach hinten und oben ziehen, damit die Windungen im äußeren Gehörgang sich glätten und die Tropfen leicht eindringen können.

Tip zum Schutz vor Erkältungen: Menschenansammlungen meiden, Abstand zu erkälteten Personen halten, bei öffentlichen Telefonen Sprechmuschel mit Erfrischungstuch abwischen, Hände schütteln vermeiden, oft die Hände waschen, denn Handschweiß ist eine ideale Bakterienbrutstätte.

Bücher zum Thema:

Sanfte Hilfe durch Wickel & Umschläge, 96 S. Südwest Verlag München, gebr. bei amazon.de, € 3,00

Wein – Heilkraft der Natur, 96 S. Ludwig Verlag München, gebr. bei amazon.de € 7,00

Natürlich heilen mit Zink, 96 S. Südwest Verlag München, gebr. bei amazon.de € 3,50

Natürlich heilen mit Schwarzkümmel, 96 S. Südwest Verlag München, € 6,95

Rundum gesund mit Schüßler-Salzen, 128 S. Ludwig Verlag, München, € 6,95

03.11.2005

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